Morsegerät cc by herbrm (flicker.com)

Homematic „Long or Short“

Dieser Post ist ein kleiner „Useability“-Bericht für den Einsatz eines Funk-Handsender in Verbindung mit dem Funk-Türschlossantrieb KeyMatic. Ich hatte den Handsender einer Person übergeben lassen, damit dieses unsere Haustür öffnen und verschliessen kann. In einem Telefonat erfuhr ich dann, dass der Handsender nur sehr sporadisch funktioniert. Zwei Personen haben abwechselnd den Handsender bedient. Mal funktionierte es, mal nicht. Es war für die Personen kein Muster für die Funktion erkennbar. Es kamen dann Theorien auf, das es bei Druck mit dem Fingernagel öfter funktioniert als beim Druck mit der Fingerkuppe.

Die Tasten des Funk-Handsender von Homematic sind etwas schwergängig. Dies hat zur Folge, dass die Nutzer des Handsenders die einzelnen Tasten extra lange drücken in der Hoffnung das sich die Tür öffnet. Dumm, wenn in der Konfiguration nur auf einen kurzen Tastendruck ausgewertet wird. Denn der Taster unterscheide zwischen einem kurzen (short) und einem langen (long) Tastendruck.

Und das war dann auch schon des Rätsels Lösung. Desto länger die Personen probiert haben – desto länger haben sie auf die Tasten gedrückt – desto weniger hat es funktioniert.

Folgend ein Einblick in die jetzige „user frindly“ Konfiguration.

Ich nutze aufgrund der Flexibilität eine indirekte Steuerung der Aktoren. Das heißt der Sender sendet das Kommando zuerst an den Fhem-Server. Der Fhem-Server sendet das Kommando an den Aktor.

Steuerung inderekt

Fhem inderekte Steuerung

Ich verwende eine Notify welche den Short als auch den Long abfängt. Da beim Long auch die Länge des Tastendruckes in Form eines Zählers hochgezählt wird, prüfe ich auf eine Zahl zwischen 10-19. Dies ist aus meiner Erfahrung eine ausreichend lange Zeit zum drücken.

define notify_name notify 
(handsender_name_open:Short.*|handsender_name_open:Long.1[^0-9].*) {
   fhem("set haustuer_name open");
}