Einmal mit Profis

Zu erst einmal finde ich es sehr, sehr begrüssenswert, dass ein Mitarbeiter des LKA sich Jacob Appelbaum auf der re:publica 2015 stellt. Bitte mehr davon!!!

Ab Minute 48 wird es richtig spannend. Jacob fragt, ob die Polizei beim googeln TOR (Anonymisierungsdienst) verwendet. Dies wird von Herrn Heiko Rittelmeier, angekündigt als LKA Internet-Forensiker, verneint:

Just a normal Internet connection

Das heißt:

  • Google weiß anhand der IP-Adresse, dass es sich um einen Polizei Computer handelt
  • Googles Geschäftsmodel ist, Daten zu sammeln und gewinnbringend zu verwerten
  • Es gibt viele Unternehmen, für die es interessant ist, ob eine Person gegebenenfalls in kriminelle Handlungen verwickelt ist. Meist ist es egal, ob die Person rechtmässig verurteilt oder zu Unrecht verdächtigt wird. Das Risikomanagement-System geht hier lieber auf Nummer sicher.

Wenn man also plötzlich kein neues Bankkonto eröffnen kann, man bei der Prüfung für den neuen Handyvertrag durchfällt oder die Versicherung sich weigert, einem eine neue Police zu erstellen liegt es vielleicht daran, dass man einen guten Freund bei der Polizei hat, der einen in der Mittagspause gegoogelt hat.

… Man wollte sich ja nach Dienstschluss gemeinsam in der Kneippe treffen. Na dann… prost!